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Gemeinsame Prinzipen

 

Vom 13. - 17. Januar 2010 haben sich  VertreterInnen der palästinensischen, der israelischen und der deutschen FAB-gruppen für ein internationales Seminar, in das Seminarhaus Schloss Wasmuthhausen zurückgezogen.

 

Sie hatten beschlossen, eine gemeinsame Basis ( common ground) für ihre die Arbeit in Friendship Across Borders - FAB zu formulieren. Dabei waren sie sich der schmerzlichen und herausfordernden Diskussionen bewußt, die politische Konfrontationen auslösen. Dennoch  wollten sie sich kritische politischen, gesellschaftlichen und historischen Themen stellen.

Die Suche nach gemeinsamen Prinzipien für ihre Arbeit, wurde überaus bewegender Prozess und stellte für alle, ein beeindruckendes Lernfeld dar, weitere Schritte Programm mit Geduld, Mitgefühl und Vertrauen umzusetzen.

 

 

 

Nachdem wir zum ersten Mal diesen anstrengenden und aufregenden Prozess durchgemacht haben, wissen wir, dass dieses gmeinsame statement das Beste ist, das wir im Moment in der Lage sind zuverfassen.

 

Wir sind auf einem Weg, einen hohen Berg zu besteigen, um zwischen uns Verständigung und Vetrauen zu ermöglichen, trotz all der Spannungen und schwierigen Lebensumstände zwischen Israelis und Palästinensern und trotz der schmerzhaften Geschichte durch die Shoa, zwischen Juden und Deutschen.

 

Deshalb werden Sie, liebe Leser verstehen, dass wir stolz darauf sind, was wir in den Wintertagen, im Januar 2010, in Deutschland erreichen konnten. Dieses statement zeigt den tiefen Wunsch aller 3 involvierten Gruppen, unsere Entschlossenheit nicht aufzugeben, stetig unser FAB Vision im Auge zu behalten und miteinander einen weitreichenend Friedensbildungsprozess umzusetzen, zum Wohle einer besseren Zukunft für unsere Kinder und Kindeskinder.

 

Aus diesen Gründen, kann dieses statement nicht statisch sein, sondern wird während unseres gesamten Bildungsprogrammes immer wieder diskutiert. Es lehrt uns einander sorgfältig zu zuhören, um einander immer besser zu verstehen.

 

Vielleicht möchten auch Sie, dieses statement als ein Beispiel nehmen, um mit ihren Freunden eine sinnvolle Diskussion über "Friendship Across Borders - FAB" mit Palästinensern, Deutschen und jüdischen Israelis zu führen.

 

 

Durch unsere Arbeit und unser Bildungsprogramm möchten wir folgende Botschaft an jüngere Generationen weitergeben:

 

FAB hat das Ziel, junge Menschen zu bilden den Frieden in sich zuentwickeln, um ihn in ihre Gemeinden zu tragen. Unsere Arbeit in FAB ist von der Überzeugung geleitet, dass alle Menschen die gleichen Bedürfnisse teilen nach Nahrung, Sicherheit, menschlicher Würde, Selbstbestimmung und Entwicklung.

 

Wir anerkennen das Leiden aller Opfer von Gewalt, unabhängig zu welcher Seite sie gehören. Wir anerkennen das gegenwärte Ungleichgewicht von Macht und das Leiden auf Grund der Unterdrückung , welches die palästinensischen Bevölkerung gegenwärtig durch die Besatzung ihrer Gebiete erlebt.

 

Wir anerkennen das Leiden, der Juden und anderer Minderheiten, aufgrund der fast totale Vernichtung durch den Holocaust. Ein Akt des Schreckens der nie hätte geschehen dürfen, noch jemals wieder geschehen darf.

 

Wir anerkennen das menschliche Recht auf Freiheit, Würde und Selbstbestimmung. Diese Werte sind die grundlegenden Vorbedingungen , damit eine positive Entwicklung stattfinden kann. Dies ist die Basis für unser Ziel " Lass mich durch deine Augen sehen", da es uns erlaubt, die Bedürfnisse und Ambitionen des "Anderen" zu verstehen.

 

Wir fühlen uns in unserer Arbeit in FAB, der gewaltfreien Lösung von Konflikten verpflichtet, um den circulus viciosus der Gewalt zu durchbrechen. Wir glauben, dass Opfer und Täter durch ihr Leiden verbunden sind, sowie durch die Verminderung ihrer Würde und Menschlichkeit.

 

Wir glauben das Gefühl Opfer zu sein, bei beiden Palästinensern und Israelis, ist von eine tiefer Bedeutung für Ihre Beziehung. Solch eine "Spiegelbeziehung" ist asymmetrisch. Es ist uns jedoch auch wichtig zu sagen, dass sich ein Opfer keine moralische Verantwortung für seine Taten empfindet.

 

Um sich dieser komplexen Gefühle bewußt zu werden, muss die Mitgliedschaft in FAB die Bereitschaft einschließen, sich auf nationaler und internationaler Ebene stetig auszutauschen und mit den von FAB gewählten Methoden an sich zu arbeiten. Die nationalen Begegnungen bereiten dabei sorgfältige, die internationalen Begegnungen vor. Alle Begegnungen bedeuten Muster und Verhaltensweisen zu durchbrechen, die den circulus viciosus der Gewalt verursachen.

 

FAB ist eine Organisation die ein Bildungsprogramm anbietet, dessen einzigartige Methoden die Kapazität haben, nicht nur solche solche Muster und Verhaltensweisen zu verändern, die den circulus viciosus der Gewalt im Konflikt anhalten, sondern die auch helfen können, in der Zukunft auch einen echten Wandel in der realen Politik herbeizuführen.

 

Bezüglich des Nahostkonfliktes glauben wir in FAB, dass alle Kräfte vereint werden müssen, um eine friedliche Lösung herbeizuführen. Die Besatzung muss beendet werden und es müssen 2 Staaten für 2 Völker entstehen. Israel und Palästina, die gemäß der UN Resolutionen 338 und 242, Seite an Seite leben, in gegenseitigem Respekt, das ihren Völkern erlaubt frei zu sein, in Frieden, Selbstbestimmung und Würde.

 

Wir glauben, beider Israelis und Palästinenser haben das Recht, sicher in ihren Grenzen zu leben, ohne Bedrohung durch bedrohliche Nachbarn. Beide haben das Recht sich selbst zu verteidigen, jedoch zu erst und zu forderst mit friedlichen Mitteln .

 

Wir glauben, das palästinensische Flüchtlingsproblem muss gemäß der UN Resolution gelöst werden. Es müssen alle Ungerechtigkeiten benannt werden.

 

Wir glauben, für Personen und Völker, die in einem langwierigen Konflikt leben, ist es schwer Mitgefühl und Verständnis für die Nöte der "anderen Seite" zu empfinden. Obwohl wir die Komplexität des Nahost Konfliktes anerkennen, glauben wir eine Lösung ist möglich, wenn sie von der Mehrheit der Menschen auf beiden Seiten gewaltfrei, integer und ehrlich, gesucht wird.

 

Obwohl wir glauben, dass jedes Mitglied eine Gesellschaft eine gewisse Verantwortung trägt, die eigenen Leute davon abzuhalten Gewalt zu benützen, sehen wir auch, dass persönliche Möglichkeiten begrenzt sind. Deshalb betrachten wir die andere Seite nicht als eine homogene Gruppe, sondern als Personen mit mehr oder weniger Bereitschaft, eine faire , ehrliche und gewaltfreie Lösung zu erreichen.

 

 

Die Rolle der Deutschen in unserer gemeinsamen Arbeit in FAB

 

Die Deutschen übernehmen Verantwortung in Bezug auf die Beziehung zwischen jüdischen Israelis und Palästinensern.

 

Die Deutschen empfinden eine emotionale und eine ethische Verantwortung gegenüber beiden, Palästinensern und jüdsichen Israelis.

 

Ihre ethische Verantwortung gegenüber den Palästinensern drückt sich dadurch aus, dass sie die Entwicklung unterstützen, Selbstbestimmung und Freiheit in einem unbhängigen Staat "Palästina" zu erreichen.

 

Die deutsche Rolle in FAB, stellt die Entwicklung zur Verfügung, die hilft den circulus viciosus aus Opfer- und Täterschaft zwischen Juden,( israelischen Juden) Palästinensern und Deutschen zu beenden.

Zusätzlich ist die Beziehung der Deutschen im Umgang mit ihren ehemaligen Feinden, z.B. Frankreich, ein Model für Israelis und Palästinenser und zeigt, dass Versöhnung und Frieden zwischen Feinden erreichbar ist.

 

In diesem Sinn sind Palästinenser, jüdische Israelis und Deutsche, Partner in der Organisation Friendship Across Border - FAB e.V.

 
Pilotprojekt 2007

Training „Lass mich durch Deine Augen sehen“

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Projekte 2008-2009
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Int. Tagung 2008
„Ich bin ..., Ihr seid ...“

Int. Congress 2008
"I am ..., You are ..."