Projekte 2008 - 2009

Mai 2008 Beteiligung an der Tagung Identitäten: "Ich bin - Ihr seid" siehe www.tagung08.Ichbin-Ihrseid.de

 

 

 

 

Die Auswirkungen des Pilotprojektes "Lass mich durch deine Augen sehen" vom August 2007

 

Unmittelbar nach Ende des Pilotseminars, herrschte große Begeisterung und Entschlossenheit ,die Arbeit in FAB gegen alle Widerstände gemeinsam weiterzuführen. Doch bereits einige Wochen später kam es besonders in der palästinensischen Gruppe zu Meinungsverschiedenheit. Die palästinensischen Gruppenmitglieder stellten ihre Gruppenleitung stark in Frage, so dass sich die Gruppe nach einigen Monaten auflöste.

 

Es zeigte sich, welch tiefe emotionale Spuren das Seminar "Lass mich durch deine Augen sehen" hinterlassen hatte.Usicherheiten und Meinungsverschiedenen, hinsichtlich der Anderen und unter den Mitgliedern der eigenen Gruppe, zeigten sich allen nationalen Gruppen Für die Fortsetzung der Arbeit wäre es daher dringend erforderlich gewesen, einen Integrationprozess an das Pilotseminar anzuschließen und auf nationaler Ebene, die emotionalen Unsicherheiten und Schwierigkeiten, hinsichtlich der eigenen Identität und Wahrheit, bezogen auf die Anderen, zu reflektieren und aufzuarbeiten. Dazu fehlte in allen Gruppe das Verständnis, so dass sich aus einem guten Beginn, ausgelöst durch das Pilotseminar, eine schwierige Situation ergab, die das ganze Projekt gefährdete.

 

Durch die Auflösung der palästinensischen Gruppe konnte die Arbeit nicht wie geplant, mit der Auswahl der Studenten für das Peace Carrier Training fortgesetzt werden. Wir mussten zuerst eine neue palästinensische Gruppe aufbauen. Dies gelang schrittweise, ab Mai 2008 mit Hilfe jener palästinensischen Teilnehmer, die der Arbeit in FAB treu blieben waren.

Um die neuen palästinensischen Erwachsenen, die wir fanden, in die Arbeit von FAB einzuführen und mit den anderen Gruppen bekannt zu machen, war eine internationale Begegnung nötig und wir konnten nicht wie geplant mit dem Studententraining beginnen. Diese Begegnung fand im August 2008, in Beit Jala bei Bethlehem, in den palästinensischen Gebieten statt.

 

August 2008 internationales Seminar in Beit Jala, Talitha Kumi Schule

 

 

Im Laufe dieses Seminars trat die große Frustration der israelischen Gruppe offen zutage, die durch die Auflösung der palästinensischen Gruppe entstanden war. Manche Teilnehmer zeigten geringes Verständnis für die großen Schwierigkeiten die FAB hatte,erneut eine palästinensischen Gruppe und erneut eine internationale Zusammenkunft für Erwachsene zu organisieren. So mündete das Talitha Kumi Seminar in die langsame Auflösung der israelische Gruppe. Die israelische Gruppe, bestehend aus orthodox religiösen, politisch ganz rechts und ganz links, sowie sekularen Mitglieder wollte nicht warten, bis der Boden für das Studenten Training wirklich bereit war. Sie wollten handeln, auch wenn alle Anderen und alles Andere noch nicht reif dafür war.Diese Ungeduld war ein großes Hinderniss in der Stabilisierung der Gruppen.

Die deutsche Gruppe hingegen suchte nach dem Schuldigen in dieser komplexen und z.T. sehr aggressiv geführten Auseinandersetzung.Das führte zwischen den Deutschen selbst zu großen Spannungen und Vorwürfen, so dass auch hier einzelne Mitglieder die Gruppen verließen oder verlassen mussten.

 

 

Im Juni 2009 zeigte es sich klar, dass die israelische Gruppe in der bestehenden Besetzung nicht mehr arbeitsfähig war. Einer der wesentlichen, jedoch verdeckten Gründe zur Auflösung der israelischen Gruppe war auch, die von Anfang an bestehende unklare Funktion einer israelische Gruppenleitung und ganz besonders auch der Gaza-Krieg im Dez08/Jan09.

 

 

Der Krieg in Gaza war für unsere gesamte Arbeit ein tiefer Einschnitt. Danach gelang es uns nur langsam, beide Seiten wieder ins Projekt zurückzuholen und ihnen Mut zu machen, die Friedensarbeit nicht ruhen zu lassen.

 

 

Unter großer Anstrengung und mit Hilfe einzelener palästinensischer Gruppenmitglieder, deren Motivation im Laufe des Jahren 2008-2009 immer mehr zunahm, was sich im besonderer Weise nach dem Krieg in Gaza zeigte, gelang es uns eine neue israelische Gruppe zu finden.

 

Wesentlich Unterstützung beim Aufbau einer neuen israelischen Gruppe, erhielten wir von Dr. Gershon Baskin, von IPCRI -Israelisch-Palästinensischen Zentrum für Forschung- und Information - das in der Nähe von Jerusalem angesiedelt ist. Mit seiner Hilfe fanden wir Menschen in der israelischen Gesellschaft, die Mut und Ausdauer zeigten, trotz aller Schwierigkeiten weiter für den Frieden zwischen beiden Völkern zu arbeiten.

 

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei Dr. Geshon Baskin, für seine Unterstützung. Unser Dank glit aber auch Herrn Mamoun Kassem, dem palästinensischen Co-präsidenten in FAB. Ohne seine Entschlossenheit, Israelis für unser Programm zu finden, wäre keine neue israelische Gruppe entstanden.

 

Um die Gruppen einander näher zu bringen, fand daher erneut ein weiteres "Vorbereitungsseminar" für Erwachsene in Jerusalem statt.

 

4. August 2009 internationale Begegnung in Jerusalem, Hotel Notre Dame, Israel

 

 

 

Es wurde von dem Deutschen Prof. Björn Krondorfer geleitet. Er ist Prof. für Religiöse Studien und unterrichtet am St. Mary's College in den USA, Maryland. Er hat eine reiche Erfahrung im interkulturellen Dialog. Sie finden seinen Seminarbericht im Anhang.

Das Seminar hat in allen drei Gruppen verschärft die Notwendigkeit aufgezeigt, zusammen zu arbeiten und entschlossen durchzuhalten, um das Ziel, einen aufrichtigen Beitrag zum Frieden zu leisten, verwirklichen zu können.

Durch das Seminar sind arbeitsfähige und entschlossene israelische und palästinensische Gruppen entstanden. Das gesamte Konzept und die Organisation haben sich gefestigt. Die 3 Co-Direktoren bilden ein Team.

Jedoch ist die Situation der deutschen Gruppe nicht wirklich gefestigt. Die deutsche Gruppe, als Trägerin der administrativen Funktionen, ist nachwievor nicht voll besetzt. Die Funktionen des Schriftführers und des Schatzmeisters stehen noch offen und wir suchen dafür MitarbeiterInnen. Wir suchen Menschen in Deutschland und Europa, die gerne im Vorstand von FAB mitarbeiten, ihre Ideen und Kompetenzen einbringen und helfen, die Basis für diese Arbeit zu schaffen.

Der Beginn des Peace Carrier Trainings ist im August 2010 geplant. Dafür suchen wir Sponsoren.

 

Bitte beachten Sie zum Seminar 2009 in Jerusalem die Photogalerie und den Moderatorenbericht von Prof. Björn Krondofer ( in Englisch).

 

 

Das nationale Dialogseminar " "Im Dienste für einander" der deutschen Gruppe, im Mai 2009 im Schloss Wasmuthhausen, bei Coburg.

 

Es wurde ebenfalls von Prof. Björn Krondorfer moderiert. Sein Bericht ist im Anhang zu finden.

Absicht dieses Seminars war es, den deutschen Mitgliedern eine Möglichkeit der Selbstreflektion und Selbsterfahrung zu bieten, um die persönliche Motivatiion für diese Arbeit in FAB zu ergründen. Die Erfahrung mit Deutschen hat gezeigt, dass es nicht günstig ist, aus Schuldgefühlen oder dem Gefühl etwas gut machen zu müssen, in einem solchen Projekt mitzuarbeiten.

Das Dialogseminar konnte hinsichtlich dieser Einstellung Klarheit bringen. Es sollte die deutschen Gruppenzugehörigkeit stärken, um im Dienst für die beiden anderen Gruppen, als Brücke zur Verständigung tätig sein zu können.

Nationale Dialogseminars sind auch für die israelische und palästinensische Gruppefür das Frühjahr 2010 geplant.

 

Seit Beginn der Arbeit in FAB, im Jahre 2004, fanden sehr viele kleine Treffen und Begegnungen, auf nationaler und internationaler Ebene statt. Dies war nötig, um geeignete und motivierte Menschen in allen 3 Gesellschaften zu finden. Diese Treffen und Begegnungen brachten die Vision und Mission von FAB jedesmal ein Stück weiter. Wir haben gemeinsam an vielen Einzelheiten des Peace Carrier Programms gearbeitet, aber auch immer wieder daran, einen Konsens für eine gemeinsame Arbeit, zwischen uns Deutschen/Europäern - jüdsichen Israelis und Palästinensern zu finden.

 

Heute im Januar 2010, sind wir stolz und froh ein " Gemeinsame Prinzipien" unserer Arbeit formuliert zu haben. Sie finden diese unter:

"Politische Prinzipien" auch auf dieser web-page. Wir sind außerdem froh und dankbar, dass ein gemeinsam abgestimmtes curriculum für das Peace Carrier Training fast abgeschlossen ist. Es berücksichtigt außerdem, die Bedürfnisse und Nöte, sowie die kulturellen, politischen und religiösen Identitäten der in unserem Projekt mitarbeitenden, unterschiedlichen ethischen Gruppen, gleichermaßen.

 

Downloads

 

 
Pilotprojekt 2007

Training „Lass mich durch Deine Augen sehen“

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Projekte 2008-2009
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Int. Tagung 2008
„Ich bin ..., Ihr seid ...“

Int. Congress 2008
"I am ..., You are ..."